Noch nie waren so fantasievolle Formen am Start, wie zur 27. Warsteiner Internationalen Montgolfiade 2017. Die Besucher freuten sich dabei nicht nur über die alt bekannten Shapes wie Sonnenblume und Orient Express, sondern auch über einige ganz neue Formen.

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Warsteiner Internationale Montgolfiade
31. August - 8. September 2018
WIM 2017

27. WIM mit ein(äug)igen Heißlüftern am Himmel

Warstein, 14. November

Die Warsteiner Internationale Montgolfiade ist immer einen Ausflug Wert – vor allem in diesem Jahr. Denn noch nie waren so fantasievolle Formen am Start, wie zur 27. Auflage. Deutschlandweit sind gerade einmal 30 dieser extravaganten Himmelsstürmer zugelassen – zur diesjährigen WIM war eine ähnliche Anzahl vor Ort. Die Besucher freuten sich dabei nicht nur über die alt bekannten Shapes wie Sonnenblume und Orient Express, sondern auch über einige ganz neue Formen. Bewundert wurden sie von knapp 100.000 Besucher, die während der neuntägigen Ballon-Fiesta 674 Ballonstarts, zwei beeindruckende Night- und zwei Candlelight-Glows genossen.

Auch wenn der Wettergott von den Ballonsport-Begeisterten in diesem Jahr viel Geduld und Ausdauer verlangte, „sind wir mit der diesjährigen Montgolfiade sehr zufrieden“, resümiert Uwe Wendt, Geschäftsführer der Warsteiner Internationalen Montgolfiade GmbH. „Vor allem am ersten Wochenende und zum Wochenstart konnten wir unser Programm plangemäß durchziehen und viele Highlights bieten.“ Dabei sorgten besonders die formschönen und fantasievollen Ballon-Sonderformen für leuchtende Augen. Ein Grund dafür waren Luiz Paulo Gnecco Rodriguez de Assis aus Sao Paolo und Filipe Tostes aus Campo Largo, die sich mit ihren „Special Shapes“ „Jack der Pelikan“ und „Seepferdchen Neptuno“ in die Lüfte erhoben. Ein weiteres Highlight war die Anreise von Minion „Stuart“ mit seinem Piloten Nick Langley aus Bristol. „Die Minions sind nicht nur durch den aktuellen Film besonders beliebt, sie sind auf der ganzen Welt bekannt“, weiß Uwe Wendt zu berichten. „Ehrlich gesagt, hat es drei Jahre gedauert, bis wir den Piloten von einem Besuch bei unserer schönen Montgolfiade überzeugen konnten“, fügt er an. „Jetzt hat es endlich geklappt.“ Ebenfalls zum ersten Mal bei der WIM zu sehen, war das Teehaus, das in seiner Optik einem original japanischen Teehaus nachempfunden ist. Der Schweizer Roman Müller, der im vergangenen Jahr bereits den Federball und zwei der drei Swatch Uhren mit nach Warstein brachte, ließ die Sonderform mit einer Höhe von 22 Metern, einer Breite von 16 Metern und dem Hüllengewicht von 265 Kilogramm an den Sauerländer Himmel steigen. Das Besondere am Teehaus: vor jedem Start muss kontrolliert werden, ob die Tür des Häuschens geschlossen ist.

Als Gast seinen Dienst schob der Wachmann der königlichen Garde „Busby“. Der 25 Meter hohe und allseits bekannte Beschützer der englischen Queen schaute nicht ganz so mürrisch wie seine menschlichen Brüder und ist mit 180 Kilogramm kein Leichtgewicht. Die imposante Ballonhülle wurde erst in diesem Jahr von Cameron Balloons angefertigt und feierte mit seinem Piloten Paul Burrows Deutschlandpremiere. Der Pilot Klaus Weißgerber brachte die 690 Kilogramm schwere Sonderform „Katze“ mit nach Warstein und traf am Sauerländer Himmel auf die leuchtend grüne Hüpfer-Sonderform Frosch „Hyla“ mit seinem Piloten John Viner. Von den insgesamt 35 Sonderformen waren es sieben, die sich während des Ballonfestivals erstmalig in Warstein gen Sauerländer Himmel erhoben.

Zwar keine Sonderform, aber genauso freudig begrüßt wurde der neue Warsteiner Ballon, dessen Taufe Catharina Cramer, Geschäftsführende Gesellschafterin der Warsteiner Brauerei, persönlich übernahm. „Ich wünsche dem Ballon allzeit gute Fahrt, immer eine handbreit Luft unter dem Korb, sanfte Landungen, gut gelaunte Passagiere, dass immer nur ein lauer Luftzug das Luftschiff umspielt“ – mit diesen Worten und einem ordentlichen Schluck Warsteiner Premium Pilsener aus der Magnum Tulpe übergab Cramer den Ballon seiner Bestimmung. Die Ballonhülle mit der Kennung D-OWHH und dem bürgerlichen Namen „Hansestadt Hamburg“ ziert das neue Firmen-Logo der Warsteiner Brauerei.

Die guten Wetterbedingungen machten auch den Außenstart vom Paderborner Flughafen möglich. Insgesamt sorgten 45 Ballone für ein ungewohnt farbenprächtiges Bild über den Start- und Landebahnen. 33 davon traten beim Weitfahrt-Wettbewerb gegeneinander an. Dabei hatten alle Pilotinnen und Piloten das gleiche Ziel: mit dem Luftgefährt in der vorgegebenen Zeit von zweieinhalb Stunden möglichst weit fahren. Knapp die Nase vorn hatte das Team um Pilot Klaus Kirchhoff aus Warstein mit 47,07 Kilometern.

Insgesamt konnten 7 von 18 Massenstarts durchgeführt werden. „Uns war bewusst, dass wir das Rekordjahr 2016 schwer toppen können. Wir haben aber auch mit unserem diesjährigen Programm die Besucher und die uns seit Jahren verbundenen Ballonpiloten und ihre Crews begeistert“, fasst Uwe Wendt zusammen. „Damit ist und bleibt die Warsteiner Internationale Montgolfiade ein Familienfest und Highlight für die Region.“

Catharina Cramer bedankte sich nach dem großen Abschlussfeuerwerk noch einmal persönlich bei allen Ballönern, Organisatoren und Besuchern: „Ich freue mich schon jetzt auf die 28. Warsteiner Internationale Montgolfiade im nächsten Jahr.“